Kirche Zellendorf
In ihrer jetzigen Gestalt ist die Kirche Zellendorf der einzige Voll-Fachwerkbau in der Region.
An die Vorgängerbauten erinnern Ausstattungsstücke wie die mittelalterliche Bronzeglocke und der Taufstein. Das aufwändig gestaltete Chorfenster ist ein seltenes Beispiel für figürliche Glasmalerei der Zeit um 1900 in den Dorfkirchen des Flämings. Der Taufstein ist von 1694 und die Taufschale aus Zinn aus dem 17. Jh.
Anfang des 14. Jahrhunderts entstand die ursprüngliche Kirche. Im Jahr 1496 erhält die Kirche eine bis heute erhaltene Bronzeglocke mit der Inschrift: „Maria Hilf“ und Reiterdarstellung.
Bis zum Jahr 1528 war die Kirche Zellendorf eine Tochterkirche von Körbitz und Langenlipsdorf. Ab 1528 war sie Tochterkirche von Oehna.
Wegen Baufälligkeit kam es 1677 zum Neubau der Kirche. Gute 150 Jahre später (1839) war sie erneut einsturzgefährdet. Daher kam es 1844 zum Abbau des schadhaften Turmes und 1849 wurde der neu aufgebaute Turm eingeweiht. Im selben Jahr gab es einen durchgreifenden Ausbau der alten Kirche als gestreckter Rechteckbau mit eingezogenem Chor in Ziegelfachwerkbauweise. Weitere Veränderungen gab es durch einen Anbau 1902. Die Gestaltung des gegenwärtigen ausgesprochen nüchternen Innenraumes führt auf eine Renovierung im Jahr 1970 zurück. Weitere Baumaßnahmen gab es 1995 mit der Neueindeckung des Kirchturmdaches und die Erneuerung der Kugel auf dem Turm. Dies eröffnete die Möglichkeit, der Nachwelt Informationen über das kirchliche und gesellschaftliche Leben des Ortes Zellendorf aus Vergangenheit und Gegenwart zu überliefern.
Zu einer „Generalsanierung“ kam es in den Jahren 2012-2014. Wiederum war die Standfestigkeit gefährdet. Viele der Fachwerkbalken mussten ausgetauscht, der Sockel ausgebessert werden usw. Auch das wunderschöne Altarfenster erhielt ein paar Jahre später eine Generalüberholung.
Dank vieler Fördermittel, Spenden und Eigenmittel ist die Kirche heute in einem gut sanierten Zustand.

